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"Othello"

von Wiliam Shakespeare

 

Premiere am 25.02.2012 in Minden


Trunksucht, Eifersucht, der Rausch der Sinnenlust, Mordlust - der Mensch ist eine Bestie, die das Bestialische in sich zähmen muss. Diese Bändigung der menschlichen Natur zu einer friedvollen Humanität ist jedoch immer wieder gefährdet; das innere Chaos des Einzelnen bricht sich leicht Bahn, durch absichtliche Zerstörung der zerbrechlichen Dämme verführt.

In einer Gesellschaft, die viel auf ihre Werte gibt, in der Blüte ihrer Zivilisation stehend, in dieser kultivierten Gesellschaft lebt ein Außenseiter - Othello, der Mohr.

Er ist ein Militär, vom Rang eines Generals, für die anstehenden Kriege unersetzlich. Othello ist zivilisiert, hat Kultur und beherrscht den Umgang der Menschen miteinander, ja er ist kultivierter als die anderen, und er ist erfolgreich! Aber er ist ein Mohr. Das macht ihn verdächtig. Und für seine Untergebenen ist es daher besonders einfach, sich gegenseitig gegen den Schwarzen aufzustacheln.

Allen voran Othellos Fähnrich, Jago. Zunächst von gekränkter Karriere-Eitelkeit getrieben, macht er alle Menschen seiner Umgebung zu Instrumenten seiner Rache. Nach und nach wächst er in dem zarten und zerbrechlichen Gespinst aus Vertrauen und Selbstbeherrschung, das jede Gesellschaft zusammenhält, zu einem zerstörerischen Dämon.

Nur einige Hinweise Jagos genügen, um in Othello überbordende Eifersucht entstehen zu lassen: Die Liebe zwischen Othello und Desdemona wird zerstört, bis hin zum Mord. Am Ende zerbrechen beide, Jago und Othello, und mit ihnen die Harmonie der Gesellschaft, beide vernichten die Humanität.

 

Othello unter Männern, in einer rein „virilen“ Besetzung spielen:

Sebastian Bischoff, Andreas Erfurth, Moritz Gaa, Jan Maak, Kai Frederic Schrickel

und Urs Stämpfli

 

Regie: Markus Weckesser  

Regie Mitarbeit: Kenneth Philip George

Ausstattung: Susanne Füller  

Künstlerische Mitarbeit: Norbert Kentrup

 

Premiere: 25.02. 2011 Stadttheater Minden